Der Herstellungsprozess von Olivenöl
So wie die Rebsorte den Wein prägt, so prägt auch die Sorte des
Olivenbaumes das Öl. Die Wetterbedingungen und das Wechselspiel von
Sonne, Wind und Regen sind entscheidende Faktoren für die Qualität der
Früchte. Darüber hinaus ist auch der Erntezeitpunkt ein wichtiger Faktor für das Aroma und
den Geschmack des Olivenöls.
Athos-Olivenöl wird
hergestellt im eigenen Gut der Familie unter Garantie und Kontrolle der Herkunftsbezeichnung. Der Anbau und die Pflege der Olivenbäume erfolgt
auf rein natürliche Weise. Nur Sonne und Wasser sind die Zugaben für dieses
hochwertige Produkt. Wir verzichten bewusst auf eine Bio-Zertifizierung,
da diese u.E. kein Garant mehr für die "ökologische"
Qualität des Produktes ist und dem Verbraucher nur noch eine
Scheinsicherheit vermittelt und die Kosten unnötig in die Höhe treibt. Wir bieten dem Verbraucher weit aus mehr,
wir garantieren mit unserem guten Namen und bieten Jedem die
Möglichkeit sich vor Ort selbst von dem Landbau im Einklang mit der
Natur zu überzeugen.
Von der Ernte über den Transport bis hin zur Lagerung hat jeder
einzelne Schritt seinen Einfluss auf die Qualität des Olivenöls. Bei
der manuellen Ernte werden die Früchte Ast für
Ast per Hand gepflückt oder mit Hilfe von Kämmen/Stäben
von den Ästen gestreift. Dies ist das älteste Ernteverfahren und ist
entsprechend zeitaufwendig. Es bürgt jedoch für die hochwertige Qualität
des Endproduktes. Früchte, die bereits zu Boden gefallen sind oder während
des Erntens zu Boden fallen werden für Vögel und andere Kleintiere zurückgelassen
- im Sinne: "im Einklang mit der Natur".
Um ein hochwertiges Öl zu gewinnen, werden die frisch geernteten Oliven
unverzüglich, d.h. noch am gleichen Tage
verarbeitet. Der Säuregehalt von Athos-Olivenölen liegt in der Regel
zwischen 0,1% und 0,7%. Nur erstklassige Olivenöle erreichen diese
Spitzenwerte.
Nach der Anlieferung
in der Ölmühle werden die Früchte als erstes sorgfältig gewaschen
sowie von Blättern und Ästen befreit. Nacheinander folgen dann die
Arbeitsschritte des Mahlens, Knetens, Pressens und Separierens.
Das Mahlen
Die Oliven werden mitsamt den Kernen zermalen, denn auch die
Kerne beinhalten das kostbare Öl. Der Mahlvorgang dauert so lange bis
ein richtiger Brei entstanden ist.
Das Kneten
Bei diesem Arbeitsschritt wird der beim Zermahlen gewonnen
Olivenbrei für die Presse vorbereitet. In großen Wannen wir der Brei
geknetet und dabei auch langsam auf Temperatur gebracht. Entscheidend
für die Qualität ist hierbei die Höhe der Temperatur, die im Idealfall
bei ca. 25°C liegt. Allerdings wird das nicht immer eingehalten, denn je
höher die Temperatur ist, desto mehr Öl wird gewonnen, was dem einfachen
Winzer schon mal recht ist.
Der Brei wird langsam und vorsichtig
geknetet und geschmeidig gemacht. Das hierbei bereits freigesetzte Öl, das sogenannte Mostöl, ist
besonders kostbar. Würde man es separat abfüllen, wäre es der sogenannte Champagner unter den Olivenölen. Ähnlich
verhält es sich mit dem Tropföl. Im traditionellen Verfahren entweicht,
aufgrund des Eigengewichtes der Matten, beim Stapeln der mit Olivenbrei
bestrichenen Matten bereits Öl. Da wir unser Öl mit moderner
Zentrifugaltechnik herstellen und eine Separierung nicht stattfindet,
kommt natürlich dieser Teil des Öls der gesamten Pressung zugute.
Das Pressen und die Extraktion
In dieser Phase wird das wertvolle Öl in einem Pressvorgang aus
dem Olivenbrei gewonnen. Bei diesem modernen Pressverfahren wird keine
Hitze zugeführt, denn sie würde die wichtigen Vitamine und die Aromen
zerstören. Es handelt sich also um "kaltgepreßtes Öl".
Durch Extraktion werden die verschiedenen Bestandteile des Breis
voneinander separiert. Das Öl trennt sich vom Fruchtwasser und den
festen Pressrückständen. Die Extraktion erfolgt in unserem Fall durch
Zentrifugieren.
Die Klärung
Das durch die Pressung gewonnene Öl wird vor der endgültigen
Abfüllung noch geklärt. Dazu wird es ca. 30 Tage zwischengelagert und
mehrfach in frische Behälter umgefüllt, um die sich absetzenden Reste
des Fruchtwassers, die mittels Zentrifuge nicht ausgeschieden werden
konnten von dem Öl zu scheiden. Das gereinigte Öl wird in
Ruhebehältern für die Abfüllung aufbewahrt.
Die Filtration
Olivenöl kann unfiltriert abgefüllt werden, doch filtriertes
Öl hält sich länger als trübes und mattes, das noch Reste von
Fruchtwasser enthält. Diese Rückstände bilden am Boden der Flasche
einen Satz. Die Filtrierung beseitigt diese Reste, ohne daß wie
fälschlicherweise angenommen wird, Geschmack, Aroma und Nährwert
beeinträchtigt werden. Die Filtrierung ist nicht mit der Raffination zu
verwechseln.
Das Abfüllen
Zuletzt wird das Öl in Flaschen oder Kanister abgefüllt. Weil das Öl
vor Licht geschützt werden sollte, damit die wichtigen Essenzen nicht
zerfallen, werden für das Abfüllen lichtundurchlässige Behältnisse
empfohlen. Handelsübliches grünes oder dunkles Glas, wie es zumeist
verwendet wird, ist jedoch kein Apothekenglas und filtert daher nicht
genug Sonnenlicht heraus. Athosolivenöl wird deshalb in absolut
lichtundurchlässige Keramik-Steinzeugflaschen abgefüllt. Damit behält
Ihr kostbares Olivenöl länger seine gute Qualität.
Der traditionelle Herstellungsprozess
im Überblick:
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